Die Duisburger Polizei scheint vom Bildungsstreik unerwartet getroffen
worden zu sein und eine Gegendarstellung zu der der Demonstranten für
notwendig zu erachten. Das Presseportal der Polizei Duisburg gab am
17.06.2009 um 16:19 eine Pressemitteilung unter dem Titel “Bildung und
Erziehung bisher offenbar zu kurz gekommen” heraus. Hierin stellt die
Polizei die demonstrierende SchülerInnenschaft als einen
unberechenbaren, schlecht erzogenen und ungebildeten Mob dar.
Die Grüne Jugend Duisburg fragt, was sich Duisburger PolizistinnEn unter
Bildung und Erziehung vorstellen. “Wir haben den Eindruck innerhalb der
Duisburger Repressionsorgane herrsche der Konsens, dass gut erzogen ist,
wer erduldet, runterschluckt und bloß keinen zivilen Ungehorsam zeigt.”,
erklärt Nils Friebe, Schatzmeister der Grünen Jugend Duisburg. Außerdem
stelle sich die Frage, warum die Duisburger Polizei die Demonstrierenden
überhaupt bewertet.
Gerade in punkto Bildung vermuten wir auf Seiten der Polizei gravierende
Lücken: das Stürmen einer Wohnung mit Isrealfahne war da nur die Spitze
des Eisbergs, regelmäßige rüde Auftritte und die unhinterfragte
Abschiebehilfe zeigen, dass die Bildungslücke dringend geschlossen
werden muss.