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GrasGRÜN Duisburg

Der Ansprechpartner für grüne und grün-alternative Jugendliche

Archive for Mai, 2006

Anti-Gentech-Frühstück der Grünen Jugend im Kantpark

Am Dienstag, den 06. Juni 2006 findet von 10.30 - 13 Uhr ein kostenloses „Anti-Gentech-Frühstück“ der Grünen Jugend Duisburg im Kantpark statt. Dazu sind alle Schüler und Schülerinnen herzlich eingeladen.

Die Grüne Jugend informiert über die Gefahren von Gentechnik in Lebensmitteln. Es wird eine Infowand geben, außerdem wird eine Diskussion zum Thema mit der Besitzerin eines Bioladens stattfinden.

Bitte Picknick-Decken mitbringen. Bei Regen findet die Veranstaltung in der Geschäftsstelle der Grünen (Kardinal-Galen-Str. 23) statt.

Wir bitten um Ankündigung und Berichterstattung. Der Termin eignet sich besonders für Bildberichterstattung: Es wird ein ca. 3,50 m hoher „Anti-Gentech-Maiskolben“ im Kantpark installiert.

Kontakt: Leon Freude Grüne Jugend Duisburg 0203-722506

oder Reiner Neumann Bündnis 90/Die Grünen Kreisvorstand Duisburg 0174-7416352

Studiengebühren

In der Senatssitzung am 28.4.2006 scheiterte der von den studentischen Vertretern gestellte Antrag, dass sich die Universität Duisburg-Essen gegen die Einführung von Studiengebühren ausspricht. Stattdessen sollen Rektorat, sowie eine Arbeitsgruppe des Senats nun zuerst einen Entwurf über die Verwendung der Semesterbeiträge erarbeiten. Die Forderung des Rektorats aber bleibt: Ab dem Sommersemester 2007 sollen auch in Duisburg und Essen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro erhoben werden.

500 Euro – der Höchstsatz. Zu viel, finden die vielen Studenten, die sich an diesem Vormittag im Audimax in Essen eingefunden haben. Zu viel, findet auch die Grüne Jugend Duisburg.

Studiengebühren sind eine soziale Selektion, gerade in einer strukturschwachen Region wie dem Ruhrgebiet ist dies bedenklich. Eine Befreiung von den Zahlungen für Bafög Empfänger ist nicht geplant. Stipendienprogramme sind zwar angedacht, doch konkrete Pläne gibt es nicht. ,,Eine Befreiung für Geschwisterkinder wäre möglich“, so der Direktor der Uni DuE, doch ausgereift ist diese Idee keineswegs. Hohe Schulden verhindern den unbeschwerten Einstieg ins Berufsleben. Mit hochverzinsten Krediten wird an den Studenten verdient.
Wir fordern das gebührenfreie Studium an allen Hochschulen in NRW.

Doch die Entscheidung über die Einführung von Studiengebühren liegt nicht allein in den Händen der Hochschulleitungen. Immer wieder betonten die Senatsmitglieder in Essen den Zugzwang, der durch die Entscheidung der Landesregierung entsteht.

Die Einführung scheint unumgänglich, viele Studenten fangen bereits an sich damit abzufinden. Trotzdem oder gerade deshalb, ruft die Grüne Jugend Duisburg zum Protest gegen Studiengebühren auf. Wir dürfen es der Landesregierung nicht derart einfach machen über unsere Köpfe hinweg über unsere Zukunft zu entscheiden.

Grüne Jugend zum Antrag von B’90/DIE GRÜNEN und der CDU zur Einführung eines Jugendparlaments

Grundsätzlich begrüßt die Grüne Jugend Duisburg die Forderung der beiden Fraktionen zur Einführung eines Jugendparlaments. Durch ein solches Parlament könnten Duisburger Jugendliche endlich unabhängig von parteipolitischem Engagement wahrgenommen werden.

Allerdings haben wir weitergehende Forderungen, weil wir glauben, dass ein Parlament, wie es derzeit geplant ist, seinem Zweck nicht voll und ganz nachkommen kann.
direkte Wahlen an den Schulen müssen vorgeschrieben sein

In dem Antrag steht nur, dass jede Schule eineN DeligierteN entsenden solle, nicht aber wie dieseR ausgewählt wird. Hierfür wäre aber dringend eine Regelung nötig, da es nicht sein kann, dass der/die Delegierte von dem SchülerInnenrat [ein aus den KlassensprecherInnen einer ganzen Schule zusammengesetztes Gremium] gewählt wird oder gar von der SV bestimmt wird. Damit würde das Kinder- und Jugendparlament vollkommen an seinem Ziel vorbeischießen und den SchülerInnen jegliche Transparenz und Mitwirkung entziehen.
weg mit Mehrheitswahlrecht

Wir sind der Meinung, dass, auch wenn dadurch das Parlament vergrößert wird, das Mehrheitswahlrecht [der/die KandidatIn mit den meisten Stimmen an einer Schule gewinnt den Sitz] zukünftig nicht die alleinige Grundlage des KiJuPa’s seien kann. Allerdings akzeptieren wir das Mehrheitswahlrecht zur Vereinfachung des Modellprojekts.
wir wollen eine Stimme im Jugendhilfeausschuss (JHA)

Auch wenn es rechtlich zur Zeit nicht möglich scheint, einem/einer Delegierten ein Stimmrecht im JHA zu geben, sollte das das anvisierte Ziel für die Zukunft sein. Nur so bekommen Jugendliche in ihrem Bereich auch ein bisschen Einfluss.
Rede- und Antragsrecht zu allen Fragen in ALLEN Ausschüssen und im Rat

Ein Rede- bzw. Antragsrecht zu allen Fragen muss unserer Meinung nach in allen Ausschüssen gegeben sein. Wir wollen das Recht bewusst nicht “auf Anfrage” haben, da die ParlamentarierInnen sich damit in die Abhängigkeit von den Ratsherren/-frauen geben, halten das Mitspracherecht in allen Ausschüssen aber schon deshalb für wichtig, weil Jugend Zukunft ist und Zukunft an allen Entscheidungen für “morgen” beteiligt seien sollte.
Aufstockung der Mittel bei Vergrößerung bzw. erfolgreicher Arbeit

Im Antrag heißt es, es solle eine Summe von 2000 Euro für Aktionen zur Verfügung gestellt werden, nach Abzug der Aufwandsentschädigungen, bleiben noch ca. 1200 Euro. Für den Anfang ist das kein schlechter Betrag, er reicht allerdings in keinster Art und Weise für eine langfristig ausgerichtete Arbeit aus. Daher sollte die Option zur Erhöhung der Mittel gegeben werden.

Grüne Jugend Duisburg über das Clauberg-Gymnasium

Die Grüne Jugend Duisburg kämpft für den Erhalt des Clauberg Gymnasiums. Dahinter steht ein längerer Prozess der Entscheidungsfindung, die wir versuchen in diesem Papier aufzuwickeln.

Ende des Jahres 2005 erreichten uns Gerüchte, dass Clauberg Gymnasium solle geschlossen werden. Wir vermuteten, dass diese Gerüchte von Gegnern des Clauberg Gymnasiums in Umlauf gebracht wurden, verschoben eine ausführliche Debatte darüber jedoch.

Aufgerüttelt durch die Zeitungsberichte, die besagten, dass das Clauberg Gymnasium “nur”(!) 39 Anmeldungen bekommen hätte und die Schüler deshalb nicht angenommen werden könnten, führten wir wieder eine intensive Diskussion in und um die Grüne Jugend Duisburg. Wichtig für uns waren dabei folgende Argumente:
Einziges Gymnasium in Hamborn und Marxloh

Das Clauberg Gymnasium hat als eines der wenigen konfessionslosen Gymnasien in dem Stadtteil Hamborn bzw. Marxloh eine besondere Wichtigkeit. Das Clauberg Gymnasium erhöht die Chancen auf einen höheren Schulabschluss in den beiden Vierteln und gibt den in der Umgebung wohnenden SchülerInnen die Möglichkeit ohne Auto oder öffentliche Verkehrsmittel, also umweltfreundlich zur Schule zu gelangen.

Wenige SchülerInnen? - Schule schließen!

Wir fragen uns im Zusammenhang mit dem groben Umgang der Bezirksregierung in Düsseldorf mit dem Clauberg Gymnasium, ob die Ergebnisse der viel zitierten PISA-Studie bei ihr nicht angekommen sind. Hat diese Studie nicht endgültig bestätigt, dass Lernen in kleinen Gruppen die Lernfähigkeit erhöht und die Möglichkeiten einer individuellen Förderung verbessert? Und wieso sollte eine kleine Schule mit weniger SchülerInnen geschlossen werden, während andere Schulen, meist im zentral gelegenen Innenstadtbereich, sich zu “SchülerInnen-Silos” entwickeln.

Individualisierungsunterricht bzw. methodisches Lernen

Einige Klassen des Clauberg Gymnasiums werden im Rahmen eines Modellprojekts der Universität Duisburg-Essen aus dem Stundenplan “rausgenommen”, um an eigenen Projekten zu arbeiten. Dies fördert das eigenständige Lernen der Schülerinnen und Schüler.

Ganztagsschule

Für die Stufen 5 und 6 bietet das Clauberg Gymnasium eine Ganztagsbetreuung mit Essen in der Kantine an. Nach einer ausgiebigen Mittagspause werden die SchülerInnen dann betreut. Das kann im Förderunterricht, in einer der AGs oder in der Hausaufgabenhilfe passieren. Mit zunehmendem Alter wird der Ganztag zum Training der Selbstständigkeit zurückgefahren.

Türkisch als Fremdsprache

Am Clauberg Gymnasium kann ab der 7. Klasse von den türkischsprachigen SchülerInnen Türkisch gewählt werden und auch mit in das Abitur einbezogen werden. Hier wird eine Multikultur gelebt und MigrantInnen die Möglichkeit gegeben ihre Fähigkeiten mit in den Schulalltag einzubinden - FRAGEN!

Auffangklasse

Als einziges Duisburger Gymnasium hat das Clauberg Gymnasium so genannte Auffangklassen, in denen „Neu- bzw. Noch-nicht-Deutsche“ speziellen Deutschförderunterricht bekommen aber auch unser politisches System erklärt bekommen. Wenn diese Schule abgeschafft würde, wäre es ein weiterer Rückschritt in Sachen Integration.

SchülerInnenvertretung (SV)

Die Clauberg-SV gehört mit zu den Vorbild SVen in Duisburg, was sich einerseits an dem ewigen Kampf um ihre Schule erklärt, aber auch an der Wertschätzung der SV innerhalb des LehrerInnenkollegiums. So macht die SV zum Beispiel zu Beginn des Jahres eine SV-Fahrt auf sich das Team einspielen kann bzw. sich auf die kommenden Aufgaben vorbereitet.

Clauberg-Projekte

Das Clauberg Gymnasium ist anerkannte Schule gegen Rassismus, und das nicht nur auf dem Papier. So fand hier schon mehrmals das Projekt „Theater gegen Rechts“ statt. Außerdem ist das Clauberg Gymnasium offizielle UNESCO-Partnerschule und hat sich damit zum Ziel gesetzt Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken, Globalisierungskritik und Menschenrechte im Unterricht zu behandeln.

Alle diese Punkte haben uns dazu bewegt uns für das Clauberg einzusetzen, teilweise weil sie wichtige Teile der von uns geforderten „Schule der Vielfalt“ beinhalten, teilweise weil wir für eine offene, schülerInnenfreundliche Schule sind.
Deshalb: Hände weg vom Clauberg!

Nur mit einem Aufschub der Schließung ist jedoch nichts getan. Das Clauberg braucht Sicherheit, zum Beispiel durch eine Verankerung im Schulentwicklungsplan und Geld für Aufrüstungsmaßnahmen.