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GrasGRÜN Duisburg

Der Ansprechpartner für grüne und grün-alternative Jugendliche

Archive for März, 2006

Grüne Jugend Duisburg gegen die Kürzungen

Am 01.04. informierte die Grüne Jugend über die Sparpläne der neuen schwarz-gelben Landesregierung.

Kein Regen konnte die Jungen Grünen davon abhalten ihren Infotisch aufzubauen, das Kürzungsmemory zu spielen oder einfach mit den Passanten über die ideologisch motivierten Kürzungen der Landesregierung zu sprechen.

Nochmal ein kleiner Überblick über die Sparmaßnahmen:

- In Kinder- und Jugendförderung fahren CDU/FDP den in Opposition als zu niedrig kritisierten Etat von 96 Mio. auf 75 Mio. runter, obwohl die freien Träger schon mit den zugesagten Mitteln gerechnet haben.

- Bei den Frauenhäusern spart sich die Landesregierung 30% der Mittel, was bedeutet, dass nur noch 80% der von Gewalt ins Frauenhaus gezwungenen Frauen dort Zuflucht finden können.

- Die Flüchtlingsräte, die Flüchtlinge in unserer Gesellschaft repräsentieren, bekommen gar keine Mittel mehr. Was das für die Teilhabe von MigrantInnen in unserer Gesellschaft bedeutet, kann sich jedeR vorstellen.

- Die Akzeptanzkampagne “Andersrum ist nicht verkehrt”, die gegen die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen kämpft, wurde von der Landesregierung eingestellt. Die LAG Lesben sowie das Schwule Netzwerk NRW kriegt 30% der Mittel gekürzt was bedeutet, dass 200 Einrichtungen geschlossen werden müssen.

- Das Eine-Welt-PromotorInnen Programm der Landesregierung wird eingestellt, sodass die Infostellen Dritte Welt weit weniger betreut werden können.

An diesem Beispielen sieht man, dass die Landesregierung bei den Schwachen spart. Doch es ist nicht so, dass Rüttgers der “eiserne Sparer” wäre, denn das Geld, was er bei Kindern und Jugendlichen, hilfebedürftigen spart, gibt er an die Landwirtschaftskammern.

Wir rufen alle MitbürgerInnen dazu auf, sich gegen diese Sparpläne zu wehren!

Aktion der Grünen Jugend Duisburg zum Tschernobyl-Jahrestag

Am Donnerstag, den 26.04.06 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 20. Mal.

Die Grüne Jugend Duisburg veranstaltet deswegen ab 15 Uhr einen Infostand in der Duisburger Innenstadt am Lebensretterbrunnen, Königstraße. Teilnehmen wird auch die lokale Greenpeace-Gruppe.

Unter dem Motto „Jubiläum einer Katastrophe“ werden kleine Atomkraftwerke in der Form von Keksen zur sofortigen „Entsorgung“ verteilt. Außerdem gibt es Infobroschüren und Postkarten. An einer Info-Wand werden Informationen zum Unglück gegeben.

NEIN zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Heute vor 46 Jahren, am 21.03.1960, wurde das „Massaker von Sharpeville“ begangen. Nachdem eine Organisation, die sich für die Rechte der Schwarzen Südafrikaner einsetzte, zu einer Demonstration gegen die rassistisch motivierten Gesetzte der Südafrika regierenden Kolonialisten aufrief, versammelten sich rund 20.000 Afrikaner zu einer friedlichen Demo. Auf der Kundgebung wurden 67 Menschen erschossen und es gab über 100 Verletzte. 1966 erklärten die Vereinten Nationen den 21.03. für den Internationalen Tag zur Überwindung des Rassismus.

„Wir möchten darauf hinweisen, dass es auch heute noch in Deutschland Formen des Rassismus gibt.“, sagt Ana Schübelin und meint damit nicht nur die immer wiederkehrenden „Nazidemos“ sondern auch subtilere Formen der Ausgrenzung. Neben dem „Gammel-Türken“, der das deutsche Sozialsystem ausnutzt, gehört auch der „klauende Pole“ zu den nicht selten genannten Vorurteilen. Genauso ein ekelhaftes Verhalten zeigen einige Unternehmen: Schließlich hört mensch nicht selten von Fitnesscentern, die dunkelhäutige Menschen abweisen, weil diese scheinbar ihre Stammkundschaft stören.

Für uns als Grüne Jugend Duisburg bleibt klar: Wir müssen bei jeder Andeutung von Ausgrenzung gegenüber nicht-Deutschen beziehungsweise migrierten Deutschen Flagge zeigen. Flagge zeigen für unsere multikulturelle Politik.